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Programme tv : Künstler hautnah (ARTE) - Rendezvous mit der europäischen Kunstszene (20/05/2008 - 13:00) (ARTE)

Programme TV : Künstler hautnah - Rendezvous mit der europäischen Kunstszene (ARTE)fermer

Künstler hautnah Rendezvous mit der europäischen Kunstszene
ARTE

13:00

mardi 20 mai

Magazine > Action

France - 2007
Durée : 30 min

Seit 60 Jahren ist Pierre Soulages in der internationalen Kunstwelt zuhause. Er ist einer der großen europäischen Maler, die vieles vorweg nahmen, was in Amerika erst fünf oder zehn Jahre später entwickelt wurde. Als Hauptvertreter der abstrakt-ungegenständlichen Richtung in der französischen Gegenwartsmalerei hat er sich vor allem mit breiten, schwarzen Balkenformen vor hellem Grund beschäftigt. Im Mittelpunkt seines Schaffens steht dabei besonders seine von monochromem Schwarz beherrschte Phase des "Outrenoir", die 1979 begann. Pierre Soulages liebt Schwarz, sie ist für ihn die ursprünglichste aller Farben und ein Transportmittel des Lichtes. So entwickelte er verschiedenen Techniken, die die Wahrnehmung der Reflexion des Lichtes auf schwarzem Untergrund beeinflussen. Durch unterschiedlichen Lichteinfall variieren diese ständig, und damit ändern sich auch die Gefühle und Gedanken, die das Werk beim Betrachter auslöst. Pierre Soulages' Kunstauffassung geht so über das eigentliche Werk hinaus: "Ein Kunstwerk besteht immer aus drei Teilen: seiner materiellen Existenz, dem Künstler und dem Betrachter". Die Werke des Malers sind großflächig, er hält nichts von gerahmten Bildern, die Fenstern ähneln, sondern möchte seinen Werken eher die Stofflickeit von Wänden geben, die sich architektonisch in den Raum einfügen, in dem sie hängen. Das Werkzeug, das er in seinen Ateliers in Paris und Sete hat, sieht daher auch eher aus wie die Ausrüstung eines Malerbetriebs: große Pinsel, Spachtel und Farbeimer. "Künstler hautnah" besucht Pierre Soulages in seinen Ateliers und begleitet ihn in die Klosterkirche Sainte-Foy de Conques, deren Fenster er in schwarz gestaltet hat, sowie ins Musée Fabre in Montpellier. Das Museum hat für ihn als Zufluchtsort während des Krieges, eine besondere Bedeutung. Hier betrachtete er mit Begeisterung seine Lieblingsbilder und lernte bei einem Museumsbesuch seine Frau kennen. Mittlerweile sind auch viele seiner eigenen Werke im Musée Fabre ausgestellt



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