Programme tv : Die Krücken des Lama Yapo (ARTE) - Porträt des Mönches (26/05/2008 - 00:25) (ARTE)
Programme TV : Die Krücken des Lama Yapo - Porträt des Mönches (ARTE)
Nachdem sich der Mönch Yapo in Delhi einer Beinoperation unterzogen hat, kehrt er in sein Kloster nach Sikkim zurück. Auf der langen Reise wird er von zwei halbwüchsigen Klosterbrüdern begleitet. Die beiden sind zwar folgsam, aber auch übermütig. Und der von Schmerzen geplagte Yapo ist nicht zum Spaßen aufgelegt. Doch sobald er im Kloster ankommt, verwandelt er sich in einen unermüdlichen Jünger des erhabenen Buddha und schlüpft in die Rolle des Zeremonienmeisters, Lehrers und Leiters der Gemeinschaft. Der rührige Mann wohnt an drei verschiedenen Orten: in der von ihm geleiteten Schule, im Kloster und im Haus seiner Mutter. Zwischen den Gebeten versieht er den Unterricht, überwacht die Küche, hält Sprechstunde und ist überhaupt überall gleichzeitig auf dem weitläufigen Klostergelände anzutreffen, was seiner Genesung nicht unbedingt förderlich ist. Bei seiner Mutter auf der Terrasse sitzend, kann er endlich loslassen und wieder zum Knaben werden, der geduldig die Fragen der Mutter beantwortet, die sich um die Gesundheit des Sohnes und um die damit verbundenen Operationskosten sorgt. Der Film sieht Yapo durch den amüsierten Blick seiner beiden jugendlichen Assistenten. Dabei ähnelt Yapo der Figur des Herrn Puntila aus Bertolt Brechts Stück "Herr Puntila und sein Knecht Matti", der Ordnung in die Welt bringen möchte. Während seine Assistenten dem Knecht Matti entsprechen. Vor Yapo stehen sie aufrecht, die Hände auf dem Rücken warten sie auf Anweisungen, doch sobald sie sich unbeobachtet fühlen oder mit den Kameraden allein sind, gibt es für sie nur noch Lachen, Spielen, Scherzen oder auch das Werben um Mädchen






